
Einführung
Wir produzieren wandmontierte Infrarotheizer für den Außenbereich. Doch ehrlich gesagt gilt dieselbe Physik auch im Innenbereich. Nehmen wir zum Beispiel Badezimmer – es geht dabei nicht nur darum, Wärme zu erzeugen, sondern auch darum, die Oberflächenbedingungen so zu gestalten, dass Schimmel keine Chance hat.
Infrarotheizer bringen Wärme direkt auf Wände, Böden und andere Flächen. Wenn man sie richtig einstellt, kann man so die Feuchtigkeit kontrollieren, indem man die Oberflächen über dem Taupunkt hält. Das ist der Schlüssel: Je wärmer die Oberflächen sind, desto trockener bleiben sie.
Leistung, Spannung und Ausgangsleistung – Was wirklich wichtig ist
Wichtig ist dabei die Wärmedichte, nicht die Raumtemperatur. Die meisten Geräte arbeiten mit einer Spannung von 220–240 V und liefern eine Leistung von 1,5–2,5 kW – je nach Länge der Rohre sowie der Montagehöhe.
Warum ist das wichtig? Denn gerade diese großen keramischen Oberflächen, die lange Zeit kalt bleiben, sind es, die zur Kondensation führen. Wir wählen daher eine solche Leistung aus, damit die Oberflächen schnell warm werden, bevor die Feuchtigkeit sich dort ansiedeln kann.
Kurze Rohre sorgen für eine konzentrierte Wärmeabgabe – mehr Intensität in einem kleineren Bereich. Lange Rohre verteilen die Energie gleichmäßiger, sodass die ganze Wand erwärmt wird. Zudem sorgt die Wandmontage dafür, dass der Heizer nicht im Weg steht – man stolpert nicht darüber und blockiert auch keine Abflüsse.
Materialien und Design – Für die Praxis geeignet
Der Kern des Heizers besteht aus Quarz. Quarz kann schnelle Erwärmung und Abkühlung vertragen, ohne wie normales Glas zu zerbrechen. Im Inneren sorgt eine halogenhaltige Atmosphäre dafür, dass der Glühfaden stabil bleibt und das „Verdunkeln“ des Glühfadens verhindert. Dadurch bleibt die Leistung konstant – sie nimmt nach ein paar Monaten nicht ab.
Außerdem verwenden wir eine Kurzwellen-Infrarotbeschichtung – meist auf Goldbasis – um das Spektrum der ausgesandten Strahlung zu beeinflussen. Dadurch gelangt mehr Energie in den Bereich von 2–5 Mikrometern – einen Bereich, den Materialien wie Fliesen, Stein und Fugen besonders gut aufnehmen können. Mit anderen Worten: Weniger Energie geht verloren, die Energie kommt genau dorthin, wo sie benötigt wird.
Elektrisch gesehen verwendet man dazu einen R7s-Anschluss. Dieser ermöglicht einen stabilen Kontakt an beiden Enden, kann hohe Ströme bewältigen und macht die Installation einfach. Wenn man das Gerät in einem feuchten Raum installiert, muss man die Basis sowie die Verkabelung an die örtlichen Vorschriften anpassen – keine Kompromisse möglich.
Warum es funktioniert: Schimmelkontrolle und ein gesünderes Badezimmer
Schimmel braucht zwei Dinge: Feuchtigkeit und eine kalte Oberfläche. Infrarotheizer zielen direkt auf diesen Schwachpunkt ab – die kalte Oberfläche.
Wenn Wände und Böden wärmer bleiben, sinkt die Kondensation. Weniger Kondensation bedeutet, dass Schimmelsporen weniger Zeit haben, sich festzusetzen. Das Ergebnis ist einfach: Das Badezimmer trocknet nach dem Duschen schneller, man muss weniger Zeit damit verbringen, es zu reinigen, und spart außerdem Geld durch weniger aggressive Reinigungsmittel.
Es gibt jedoch einen Trade-off: Eine hohe Wärmedichte erfordert, dass man auf die Montagehöhe sowie die Belüftung achtet. Wenn man einen 2,5 kW starken Heizer in einem engen Raum installiert, sammelt sich dort Wärme an – der Heizer wird dadurch heißer. Deshalb muss man die Montagehöhe sowie die Belüftung so planen, dass sie zum Raum passen – sonst verkürzt sich die Lebensdauer des Geräts.
Für Ingenieure und Anwender ist diese Lösung praktisch und sofort einsetzbar: wandmontiert, Infrarot-Technologie, geeignet zur Aufrechterhaltung trockener Oberflächen und zur Reduzierung der Wartungskosten.