
Bei der Verarbeitung von Glas spielt die Temperatur eine entscheidende Rolle – besonders dann, wenn sie ungleichmäßig ist. Gibt es beispielsweise heiße Stellen und kühle Kanten im Verglühschrank, in dem Biegeofen oder in der Laminierpresse? Das führt direkt zu Spannungsrisse, Verformungen sowie optischen Verzerrungen. Deshalb überwachen wir die Temperatur mit einem Laser-Temperaturmessgerät, das speziell für die Arbeit mit Glas entwickelt wurde. So bleibt das thermische Feld von Stelle zu Stelle sowie von Charge zu Charge konstant.
Was technisch wichtig ist:
Wir verwenden einen Infrarotsensor mit hoher Strahlungsleistung sowie einen präzisen Laserstrahl, um die tatsächliche Oberflächentemperatur von beschichtetem, laminiertem oder unbeschichtetem Glas zu messen – ohne Berührung. Die Optik filtert Störungen durch reflektierende Beschichtungen heraus, und die Elektronik kompensiert Schwankungen in der Umgebungstemperatur. Die Anzeige aktualisiert sich schnell, sodass Sie Abweichungen bereits vor dem Transfer der Charge in die nächste Zone erkennen können.
Für Reproduzierbarkeit nutzen wir Emissivitätstabellen für gängige Glasarten. Dadurch erhalten Sie eine stabile analoge oder digitale Ausgabe, die Sie in Ihr PLC oder Aufzeichnungssystem einspeisen können.
Warum das bei uns funktioniert:
Eine gleichmäßige Erwärmung ist die einzige praktische Lösung, um Spannungsrisse und Formfehler bei der Verglühung, Biegung und Laminierung zu vermeiden. Mit diesem Messgerät können Sie sicherstellen, dass jede Erwärmungszone gleichmäßig ist, und anschließend die Leistung anpassen, um Ungleichheiten auszugleichen.
Die Vorteile zeigen sich dort, wo es zählt: weniger Ausschuss, stabile optische Qualität sowie konstante Bearbeitungszeiten. Zudem sparen Sie Energie, da Sie nicht mehr übertreiben müssen, um versteckte Kältepunkte auszugleichen.
Auf Schweißlinien für Isolierglas können Sie die Aushärtungstemperatur des Dichtmittels direkt überwachen – somit bleibt die chemische Bindung konstant, ohne dass die Ränder beschädigt werden.
Was Sie wissen müssen:
Die Installation ist einfach, doch die Ausrichtung ist entscheidend. Montieren Sie das Gerät so, dass der Laserstrahl unter dem gewünschten Winkel auf das Ziel trifft. Halten Sie außerdem die Linsen sauber – Staub und Rückstände können Probleme verursachen.
Bei stark reflektierenden Oberflächen müssen Sie die Emissivität richtig einstellen – oder Sie verwenden vorübergehend ein Klebeband mit hoher Strahlungsleistung für Prüzwecke.
In Umgebungen mit hohem Feuchtigkeitsgehalt oder Staub sollten Sie ein geschlossenes Gehäuse verwenden und regelmäßige Kalibrierungen gegenüber einer Kontrollsonde durchführen.